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Aufbruch zur Umsetzung

Die Grafik der Gerhard-Lawerentz-Mehrzweckhalle zeigt diese mit einem grundrenovierten Dach und angebrachten Röhrenkollektoren für Solarwärme. Diese sollen dann das Wasser in den Sanitärräumen der Halle erhitzen. Grafiken: Wortmann


„Aufbruch zur Umsetzung“, nannte Planer Jörg Wortmann seine Präsentation zum energetischen Quartierskonzept im Dorfgemeinschaftshaus. Rund 30 Zuhörer verfolgten vor der turnusmäßigen Sitzung der Gemeindevertretung die Ergebnisse des Planungsbüros. Dieses hatte zusammen mit einer örtlichen Lenkungsgruppe in sieben Sitzungen während eines Jahres ein Konzept erarbeitet, das Bürgermeister Hans-Burkhard Fallmeier zu Beginn der Planungsphase unter das Motto „Für uns und die Zukunft unserer Gemeinde“ gesetzt hatte.

„Ich bin voll des Lobes“, sagte Planer Wortmann, der den Verantwortlichen attestierte, dass in Hartenholm einiges in die richtige Richtung passiere. Konkrete Schritte für eine zukunftsfähige und klimafreundliche Wärmeversorgung wurden nach umfangreichen Ermittlungen des Ist-Zustandes im Quartier rund um den Timm-Schott-Weg erarbeitet. Hier befinden sich unter anderem die gemeindeeigenen Gebäude Mehrzweckhalle, Dorfhaus, Feuerwehr, Sportlerheim und das Feierabendwohnheim. Alle Liegenschaften sollen bis etwa 2020 optimiert, umgewidmet oder erneuert werden. Als Einsparpotential sehen Wortmann und seine Planer-Kollegen 40 Prozent der bisherigen Energiekosten.

In den anliegenden Straßen bis zur Schule soll eine gemeinsame Fernwärme auch für Privathaushalte genutzt werden können. 30 Haushalte im Umkreis hatten an einer Bestandserhebung teilgenommen. Das Alter der Gebäude liegt im Durchschnitt bei 63 Jahren, dass der vorhandenen Heizanlagen bei 17 Jahren. „Die ältesten Schätzchen sind 40 Jahre alt und verbrauchen extrem viel Energie“, betonte Wortmann. „Wir wollen weg von fossiler Energie“, betonte der Planer für alle Beteiligten. Nach aktuellen Berechnungen sei Heizen mit Holzhackschnitzel, mit Solarenergie und mit einem Erdgas-Spitzenkessel als Reserve die optimale Mischung für Hartenholm.

Im ersten Schritt soll ab kommendem Jahr die Dachsanierung und Wärmedämmung an der Mehrzweckhalle für die geforderten Daten eines Effizienz-Hauses 100 sorgen. Die neue zentrale Heizanlage soll folgen, wenn die Feuerwehr aus ihren bisherigen Räumen aus- und in das neue Gebäude im Gewerbegebiet einzieht. Für die Umsetzung der Sanierung, Instandsetzung und den Neubau des Wärmenetzes soll ein Sanierungsmanagement sorgen, um die Ehrenamtler in der Gemeinde nicht zu überfordern. Für dessen Kosten gibt es, wie auch für die Planung, eine 85-prozentige Förderung durch KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und das Land. Der Antrag dafür wird jetzt gestellt. Die Vergabe dieser Leistung muss ausgeschrieben werden. Die bisherigen Planer um Wortmann werden sich dafür bewerben.

Für eine Vielzahl an Baumaßnahmen sowohl der öffentlichen als auch der privaten Projekte gibt es öffentliche Förderungen. Auch wenn der Preis der fossilen Energie nach Wortmanns Worten zurzeit noch recht niedrig sei, so sei jede Investition in Form von Dämm-Maßnahmen, Fenstern und Fernenergie ein guter Schritt in die bessere Energie-Richtung.

„Das war ein Jahr in 32 Minuten“, hob Wortmann am Ende seiner Präsentation hervor, für die er viel Beifall einheimsen konnte. Die Gemeindevertreter honorierten die Arbeit der Planer und der Lenkungsgruppe mit einem einstimmigen Votum, mit dem Sanierungsmanagement den begonnenen Weg in die Zukunft fortzusetzen. Die dafür erforderlichen Kosten von 60000 Euro sowie die Kosten für die Dachsanierung der Mehrzweckhalle in Höhe von 170000 Euro wurden im Haushalt für 2018 eingeplant.

Bürgermeister Fallmeier hat schon Pläne für die mit Gas betriebene Heizkraftanlage, die vor sieben Jahren für Halle, Dorfhaus und Feuerwehr installiert wurde. 2020 soll sie durch die neue zentrale Heizungsanlage ersetzt werden. Die dann ausgebaute jetzige Heizung könnte im neuen Feuerwehrhaus noch einige Jahre ihre Arbeit fortsetzen. Auch in Sachen Hallenleuchten sowie Straßenlaternen hat die Gemeinde seit 2010 kontinuierlich auf Stromsparen gesetzt. Allein bei der Straßenbeleuchtung können jetzt 65 Prozent der Energiekosten eingespart werden.