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Schwimmkursus ist ein großer Wunsch

Bildunterschrift: Ahmed (v.l.), Lujain, Said, Lajan, Hassna, Mohammad, Hamzah und Maria gehören mit Majed und dem kleinen Jad (mit ihrer Mutter Khaloud Abdulhadi) zu den 15 Kindern und Jugendlichen, die vom aktiven Helferkreis unterstützt werden. Jetzt soll versucht werden, für die älteren Kinder einen Schwimmkursus zu organisieren. Foto: Panten


Fröhliche Kinder und Jugendliche, das sind die 15 Jungen und Mädchen, die in Hartenholm und Hasenmoor von unserem aktiven Helferkreis betreut werden. Manche von ihnen sind bereits seit mehr als einem Jahr in Deutschland, andere erst seit wenigen Wochen. Gefolgt sind sie ihren Vätern und Müttern aus Syrien oder Afghanistan, die sich in Zeiten von Krieg und Terror teilweise vor drei Jahren auf den Weg gemacht hatten, um eine sichere Zukunft für sich und ihre Familien zu suchen. Mittlerweile sind von fast allen Geflüchteten, die über viele Wege die Unterkunft Robinienhof in Hartenholm erreicht haben, die Partner und Kinder im Rahmen des Familienzuzuges nachgekommen. In einem Fall sogar über eine UN-Flüchtlingsaktion.

Zwischen 10 und 30 Helferinnen und Helfer sind seit 2014 aktiv. Manche Geflüchtete aus Albanien sind mittlerweile in ihre Heimat zurückgekehrt und hoffen zurzeit auf ein Arbeitsvisum, eine armenische Frau hat eine Berufsausbildung aufgenommen, Familien und einzelne Geflüchtete sind nach Nahe, Kaltenkirchen, Bad Segeberg oder Kaltenkirchen gezogen. Ein Mann aus dem Jemen wartet seit zwei Jahren darauf, dass er zu seiner Familie nach Norwegen reisen kann. Einmal konnten seine Angehörigen ihn im Robinienhof für ein paar Wochen besuchen.

Kleiderkammer, Fahrten zum Einkaufen, Sprachunterricht, Begleitung bei Behördengängen oder zum Arzt, Möglichkeiten des Mitmachens im Sportverein, Kochunterricht, Fahrradwerkstatt, Beschaffung von eigenen Wohnen, das Sammeln von Möbeln und Haushaltsgegenständen: das alles wurde und wird vom Helferkreis unter hohem zeitlichen Einsatz organisiert.

Minderjährige allein reisende Flüchtlinge wurden betreut. Für die Schutzsuchenden wurden verschiedene Möglichkeiten gefunden für Sprach- und Integrationskurse. Junge Leute besuchten erst die DAZ-Klassen in Kaltenkirchen oder Bad Bramstedt, wurden dann in allgemeinbildende Schulen überwiesen, zwei von ihnen gehen in die Hartenholmer Grundschule. Mittlerweile wurde in diesem Jahr in Hartenholm das erste „syrische“ Baby geboren. Jetzt werden die Vorsorgetermine sowie Impfangebote für Mutter und Kind sowie Impf- und Zahnarzttermine für die weiteren Kinder begleitet.

Die meisten Kinder und Jugendlichen sprechen schon gut Deutsch, die Eltern lernen mit und von ihnen sowie in den Sprachkursen des Helferkreises. Alle noch in Hartenholm lebenden Geflüchteten sind integriert und gehören zum Dorfbild bei Festen oder Veranstaltungen. Viele persönliche Kontakte haben sich gebildet und die Kontakte zu den Fortgezogenen sind nahezu alle erhalten. Wenn in Hartenholm ein Markt oder eine Feier ist, kommen sie von außerhalb gern zurück und pflegen ihre Freundschaften.

Die Gemeinde Hartenholm hat von Beginn an beim Amt Kaltenkirchen ein Spendenkonto für die Flüchtlingshilfe eingerichtet. Von dem gespendeten Geld werden unter anderem Transporter für Möbelabholungen und Umzüge bezahlt, ein Spielzimmer eingerichtet, bei Notfällen Zahlungen übernommen oder für Sportausstattungen gesorgt.

Durch eine Ferienaktion mit Besuch des Schwimmbades wurde festgestellt, dass die wenigsten Kinder der Geflüchteten schwimmen können. Auch ist es schwierig für die älteren Mädchen einen Schwimmbadbesuch zu organisieren, da sie auf eine Frauenbadezeit angewiesen sind. In Bad Segeberg und Wahlstedt steht dafür einmal in der Woche eine Stunde zur Verfügung, die zum Teil schon zum „Plantschen“ genutzt wird. Der Helferkreis möchte nun mit der hilfreichen Spende zwei Schwimmkurse organisieren, um die kleinen Anfänger zur Seepferdchen-Prüfung und die älteren Jugendlichen mit ersten Kennnissen zu einem Schwimmabzeichen führen zu können.