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Dauereinsatz der Blauröcke

Am Schwarzeneck in Hartenholm halfen Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Kaltendkirchen ihren Kameraden aus Hartenholm. Eine große Eiche drohte auf ein Wohnhaus zu stürzen. Mit Hilfe der Drehleiter konnten die Äste von oben aus herunter gesägt werden. Drei Stunden dauerte der Einsatz. Wehrführer Maxim Wolff (von rechts) und sein Stellvertreter Wilfried Paap sowie Kamerad Dennis Paap bedankten sich bei den Kollegen aus Kaltenkirchen. Fotos: Panten


Die Motorsägen liefen heiß in den Händen der Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Hartenholm. Mehr als 30 Einsätze mussten 18 Einsatzkräfte am frühen Sonntagmorgen ab 4.43 Uhr bewältigen. Wichtigstes Werkzeug dabei: die Säge. „Allein in der Verlängerung des Grubelecks haben wir acht Bäume herunter genommen“, erzählte Wehrführer Maxim Wolff. An der Einmündung Hofstraße/Hasselbusch fielen dem Sturm Herwart zwei riesige alte Linden zum Opfer. Sie krachten zum Glück nicht auf die anliegenden Grundstücke, sondern quer über die Straßen.

Hilfe von den Kameraden der Kaltenkirchener Wehr forderte Wolff an, als am Schwarzeneck eine große Eiche auf ein Haus zu stürzen drohte. Beim Abfahren der Gemeinde war den Blauröcken kurz nach 7 Uhr die Gefahr auf dem Privatgrundstück aufgefallen. „Der Wind stand genau in Richtung Gebäude, der Baum hatte durch einen einseitigen großen Ast kein Gegengewicht und drohte umzustürzen“, berichtete Wilfried Paap, der stellvertretende Wehrführer. Hier war Gefahr in Verzug, nur deshalb durften die Feuerwehrmänner auf dem Privatgrundstück tätig werden.

Obwohl die Wehren im Kreis Segeberg schon seit 2 Uhr im rollenden Einsatz waren, konnten die Kaltenkirchener in Hartenholm aushelfen. Mit der Drehleiter auf dem schweren Fahrzeug wurde die Eiche zwischen zwei Wohngebäuden von oben in Teilen heruntergesägt. Drei Stunden dauerte allein dieser Einsatz.

Die Bewohner des bedrohten Hauses wurden von den Feuerwehrleuten vor Beginn der Sägearbeiten geweckt und sahen mit Schreck, dass der Baum auf dem Nachbargrundstück genau auf ihre Hausecke zeigte. „Unter dem Dach liegt das Kinderzimmer“, sagte Hausbesitzer Olaf Widmayer. Er war sichtlich erleichtert über die abgewendete Gefahr. Dass die heruntergesägten Äste das Dach seiner Garagen beschädigten, war für ihn zweitrangig. Er und seine Ehefrau waren froh, mit dem Schrecken davon gekommen zu sein. Nun müssen sie den riesigen Haufen an Ästen und Zweigen kleinsägen und entsorgen – „genug Holz für den Winter“, mutmaßte Widmayer. Aber auch dafür hatte die Feuerwehr einen guten Rat parat: „Erst einmal mindestens zwei Jahre trocknen lassen“, empfahl Wehrführer Wolff, bevor er und seine Kameraden zum nächsten Einsatz fuhren.