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Arbeit mit Kindern aus Leidenschaft


Astrid Apfelbaum (links) ist die neue Leiterin der OGTS. Ihre Vorgängerin Silvana Harm hat das Rentenalter erreicht, wird aber noch zwei Mal in der Woche in den Räumen neben der Schule tätig sein. Foto: Panten


Mit dem Erreichen des Rentenalters hat Silvana Harm die Leitung der Offenen Ganztagsschule (OGTS) abgegeben an ihre bisherige Kollegin Astrid Apfelbaum. „Am 1. März hätte ich 20 Jahre vollmachen können“, sagt die vierfache Mutter und kann sich ein Rentnerdasein noch nicht so richtig vorstellen. Deshalb wird sie auch weiterhin an zwei Tagen in der Woche das Betreuungsangebot der Grundschule nach dem Unterricht mitgestalten. Als Urgestein bezeichnete Schulverbandsvorsteher Peter Lorenzen die künftige Pensionärin in einer kleinen Abschiedsfeier, die in Corona-Zeiten deutlich schmaler ausfiel als geplant. „Ich hatte eigentlich gar nicht mit dieser Verabschiedung gerechnet“, sagte Silvana Harm. Aber auch Schulleiterin Alexa Braune und Bürgermeister Karl-Heinz Panten dankten der langjährigen Mitarbeiterin und Kollegin für ihre stetige Einsatzbereitschaft, Freundlichkeit und Offenheit.

Begonnen hatte die Betreuung von Gundschülern außerhalb der offiziellen Schulzeiten vor 20 Jahren als Elterninitiative im damaligen Keller der Schule. Dort war der Werkraum genutzt worden und die freigewordene Spielstube. „Auch das Essen für rund 20 Kinder haben wir zubereitet“, erinnert sich Silvana Harm an die erste Zeit. Nachdem die Arztpraxis aus der „Alten Schule“ gezogen war und die Grundschule einen komplett neuen Anbau erhielt, waren sie und ihre Kolleginnen auch einige Zeit mit den Jungen und Mädchen im Container auf dem Schulhof untergebracht. Zum Glück stand für den Bewegungsdrang der Kinder immer der große Schulspielplatz zur Verfügung.

Denn mit einer steigenden Zahl von Schülerinnen und Schülern, die nach der Schule Betreuungszeiten bis in den Nachmittag hinein nutzten, war der Platz in den vorhandenen Räumen immer am Limit. Vor der Corona-Pandemie waren es mehr als 60 Teilnehmer, von denen knapp die Hälfte auch mit einem warmen Mittagessen versorgt wird. Sie können verschiedene Kurse belegen, deren Spannbreite von Backen und Ballsport über Musik und Schach bis zum Yoga reichen. Zurzeit gibt es in der OGTS allerdings nur eine Notbetreuung für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen und die Aufteilung in Kohorten. „In einigen Fällen habe ich auch die heutigen Mütter oder Väter schon hier als Kinder betreut“, sagt Frau Harm lächelnd. Auch als Schulsekretärin und zehn Jahre als Betreuerin im Juco hatte sie immer einen guten Draht zu Kindern und Jugendlichen. „Alles Gute und manches Traurige habe ich mit ihnen erlebt“, erzählt die engagierte Frau, die in ihrer Freizeit gern Motorrad fährt und nun gern mehr Zeit haben möchte für die eigenen drei Enkelkinder.

Auch die 52-jährige Astrid Apfelbaum hat mit den eigenen drei Kindern, als Schulbegleiterin, Übungsleiterin im Sportverein sowie Schulassistentin an verschiedenen Schulen gute Erfahrung gemacht bei der Arbeit mit dem Nachwuchs. Deshalb entschloss sie sich vor drei Jahren, eine Erzieherinnen-Ausbildung zu absolvieren. Zwei Jahre konnte sie in der OGTS ihren Beruf lieben lernen und ist glücklich, jetzt die Leitungsstelle übernehmen zu können. „Ich gehe mit Mut und Freunde an diese Aufgabe“, versichert Astrid Apfelbaum und plant, wie sie die immer größer werdende Zahl von betreuten Kindern mit Hausaufgabenhilfe, Zuwendung und Kursangeboten so gut stärken kann, dass diese ihre Zeit in der Offenen Ganztagsschule auch später in guter Erinnerung behalten.