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Rede von Bürgermeister Karl-Heinz Panten Anlässlich des Volkstrauertages 2020 in der Emmauskirche


Neben Bürgermeister Karl-Heinz Panten legte auch sein 2. Stellvertreter Wilhelm Hasenkamp die Kränze an der Emmaus-Kirche und dem Ehrenmal nieder. Foto: Panten


„Es ist an der Zeit“ ist eines der bekanntesten Antikriegslieder in Deutschland. Hannes Wader hat es nach dem Song „The Green Fields of France“ des Briten Eric Bogles geschrieben. Ganz poetisch beginnt er darin von einem idyllischen Landstrich zu erzählen, der übersät ist mit schlichten weißen Kreuzen.

Weit in der Champagne im Mittsommergrün Dort wo zwischen Grabkreuzen Mohnblumen blüh'n Da flüstern die Gräser und wiegen sich leicht Im Wind, der sanft über das Gräberfeld streicht Auf deinem Kreuz finde ich toter Soldat deinen Namen nicht, nur Ziffern und jemand hat Die Zahl neunzehnhundertundsechzehn gemalt Und du warst nicht einmal neunzehn Jahre alt.

Unzählige Soldatenfriedhöfe ermahnen uns auch heute, nicht nachzulassen in dem Kampf um Frieden in der Welt. Deshalb stehen wir heute am kleinen Mahnmal für die Toten aus Hartenholm aus dem ersten und zweiten Weltkrieg, die teilweise uns vertraute Namen tragen.

Rund um den Globus gibt es Soldatenfriedhöfe, die weltweit bekannt sind. In Arlington in den USA fanden 260.000 Gefallene ihre letzte Ruhe, bei St. Petersburg und Smolensk liegen rund 150.000 deutsche Soldaten begraben, in Langemark in Belgien 44.000 Deutsche aus dem ersten Weltkrieg. Die Normandie war im zweiten Weltkrieg ein Kriegsschwerpunkt. Hunderttausende Männer liegen auf riesigen Arealen unter dem Gras. Und in unserem Heimatland wird nicht nur in den Dörfern und Städten an eigene tote Soldaten erinnert. Die riesige Zahl von 760.000 Gräbern bei uns erinnern an sowjetische Gefallene.

Seit vielen Jahren gedenkt die Gesellschaft am Volkstrauertag nicht nur der Soldaten, sondern auch der zivilen Opfer der vielen Kriege. Wir erinnern an Vertriebene und Geflüchtete, die umgekommen sind, an Männer, Frauen und Kinder, die in KZ-Lagern ermordet wurden.

Und der Tod durch Bomben, Gewehre, Bajonette oder auch im Mittelmeer gehört weiterhin jeden Tag zu den Meldungen in den Medien. Das Grauen nimmt kein Ende, sondern ist zu einem Geschäft geworden, an dem wenige Milliarden verdienen und für das viele ihr Leben lassen. Gemordet wird für das Vaterland, für den Glauben, für die Gerechtigkeit, aus Hass und Verblendung. Dagegen müssen wir unsere Stimmen erheben - Es ist an der Zeit

Es blieb nur das Kreuz als die einzige Spur Von deinem Leben, doch hör' meinen Schwur Für den Frieden zu kämpfen und wachsam zu sein: Fällt die Menschheit noch einmal auf Lügen herein Dann kann es gescheh'n, dass bald niemand mehr lebt Niemand, der die Milliarden von Toten begräbt Doch finden sich mehr und mehr Menschen bereit Diesen Krieg zu verhindern, es ist an der Zeit.