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Hauptrolle für Hartenholmer Flugplatz


Julia Brendler, Peter Heinrich Brix, Oliver Wnuk und Florian Bartholomäi (von links) spielten im Fernsehfilm „Kommissar Sievers und die schlaflosen Nächte“ einige Szenen auf dem Flugplatz Hartenholm. Foto: Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH


Hartenholm: Ein Flugplatz als Hauptdarsteller in einem Krimi? Geht das? Autor Stefan Cantz und Regisseur Anno Saul schafften diesen Spagat. Sehr zur Freude der Hartenholmerinnen und Hartenholmer. Denn der neueste Sylt-Krimi im ZDF spielte zwar auf der Nordseeinsel, gedreht wurden zahlreiche Passagen jedoch auf dem Flugplatz Hartenholm in Hasenmoor. Wer in dem Montagskrimi genau hinsah, erkannte schon nach den ersten Minuten den leicht maroden Charme des Geländes an der Bundesstraße 206 mit den überwiegend leer stehenden Hangars, dem in die Jahre gekommenen Turm der Flugüberwachung und den renovierungsbedürftigen Gebäuden.

Kaum zu glauben, dass hier reiche Sylturlauber mit ihren Privatmaschinen starten und landen. Und doch stieg während einer Szene ein Scheich mit seinem Gefolge aus einem kleinen Jet und kletterte in ein Auto der Luxusklasse. Wer die Geschichte des Flugplatzes Hartenholm nicht kennt, dem fiel die Szene nicht auf. Hartenholmer aber mag sie ein Lächeln beschert haben.

Überhaupt ist der Sylt-Krimi eher als Komödie angelegt. Denn wo Peter Heinrich Brix mitspielt, ist immer auch Humor dabei. Als Kommissar Sievers litt er in dieser Folge unter schlaflosen Nächten. Was ihn aber nicht davon abhielt, mit Hilfe seiner Kollegen Ina (Julia Brendler) und Hinnerk (Oliver Wnuk) den Mord am Pilot und Flugplatzbetreiber Jens Hansen zu klären. Dessen Bruder Heiner (Paul Herwig) zählte ebenso wie Nachbar Peer Wilders (Peter Benedict) zu den Tatverdächtigen.

Das Buch von Stefan Cantz wurde vom Kamerateam zum einen mit den bekannten Strand- und Dünenbildern der Insel bestückt nebst den romantischen Strohdachhäuschen und zum anderen mit dem Flugplatz Hartenholm, der schon oft in den vergangenen Jahrzehnten für Filmarbeiten genutzt wurde. Der Film „Jörn Drescher, 19 Jahre“ zeigte unter anderem den späteren Theaterchef Peter Ahrweiler als Fluglehrer, Vivi Bach kam 1969 als „Die Lady aus dem Weltraum“ auf dem Flugplatz Hartenholm an und wurde von Dietmar Schönherr überwacht. Tim Taler, der Junge, der sein Lachen verkaufte, wurde zehn Jahre später mit einigen Szenen auf dem Gelände gespielt und selbst für „Khalid – Das Schwert Gottes“ wurde hier gedreht. Dazu kamen jede Menge Kurzsequenzen, wann immer ein Hamburger Krimi mit der versuchten Flucht des Gangsters hier endete.

Network Movie, die Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft aus Hamburg, die mit Kommissar Sievert drehte, zeichnet unter anderem auch für die Erfolgsserien „Unter anderen Umständen“, „Neben der Spur“ oder „Nachtschicht“ im ZDF verantwortlich und könnte bei der Location-Suche nach einem ländlichen Flugplatz mit guter Verkehrsanbindung gern wieder Hartenholm auswählen. Es muss ja keine Hauptrolle sein.