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Feuerwehr übt wieder



Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie sorgen rund 1.340 Freiwillige Feuerwehren – gemeinsam mit den Berufswehren – für Sicherheit im Land. Seit Beginn der Corona-Pandemie steht der Übungsbetrieb still – doch das soll sich nun bald ändern. "Es ist wichtig, dass auch die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren wieder die Chance auf eine Rückkehr zu einem Stück Normalität erhalten", sagte Innenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack am 16. Juni in einer Erklärung. Deshalb habe die Landesregierung gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband einen Plan erarbeitet, wie der Regelbetrieb schrittweise wieder aufgenommen werden kann.

Die ersten Erleichterungen sind für den 5. Juni vorgesehen: Ab diesem Zeitpunkt sollen wieder Ausbildungs- und Übungsabende stattfinden dürfen – unter strengen Hygieneauflagen. Voraussetzung dafür ist, dass die Zahl der Neuansteckungen weiterhin stabil bleibt. Die Feuerwehrfrauen und -männer seien dank ihrer guten Ausbildung auch in den Wochen des Lockdowns stets bereit gewesen, sagte Landesbrandmeister Frank Homrich. Dies hätten sie bei einer Vielzahl teils großer Einsätze unter Beweis gestellt. "Aber der ehrenamtliche Feuerwehrdienst lebt auch von den guten sozialen Kontakten der Mitglieder. Die können nun wieder ein Stück weit gelebt werden."

Die erste Stufe des Plans sieht ab 5. Juni folgende Möglichkeiten vor:

  • Übungsdienste dürfen maximal in Gruppenstärke stattfinden
  • Abstands- sowie Hygieneregeln werden möglichst eingehalten
  • Alle Teilnehmer müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen
  • Benutztes Gerät wird nach dem Dienst gereinigt und desinfiziert
  • Auf übliche Begrüßungsrituale sowie den gemütlichen Dienstausklang wird verzichtet

 

Wenn es die Entwicklung der Corona-Pandemie zulässt, soll es in weiteren Stufen zusätzliche Lockerungen geben. So sollen in Stufe 2 beispielsweise auch wieder Übungen mit maximal zwei Gruppen möglich sein.

Freizeitangebote bei der Jugendfeuerwehr

Für die Jugendfeuerwehren sind zunächst Freizeitangebote außerhalb der Feuerwehrhäuser möglich. Der reguläre Dienst soll voraussichtlich nach den Sommerferien starten.

Die Ausbildungen auf der Kreisebene können voraussichtlich ab 1. Juli starten. Näheres regeln die Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände.