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Geführte Touren durch Hartenholm – Teil III


Meinert Schweim (Mitte) führte die Teilnehmer bei der dritten und vorerst letzten geführten Tour durch Hartenholm an die Gemeindegrenzen und informierte über landschaftlichen Gegebenheiten und die örtlichen Biotope. Foto: Petersen-Lund


Von Hartenholmern für Hartenholmer – Geführte Touren durch Hartenholm …unter diesem Motto hatte der Umwelt- und Wegeausschuss in der Ausgabe 04/2019 von Wir in Hartenholm drei geführte Touren durch Hartenholm angekündigt, auf denen „neuen“ und auch interessierten „alten“ Hartenholmern wissenswerte und möglicherweise unbekannte Aspekte der Gemeinde nahegebracht werden sollten, angekündigt. Da die drei Touren auf großes Interesse gestoßen sind und mit viel Lob von den Teilnehmern bedacht wurden, möchten wir an dieser Stelle nochmals einen kurzen Rückblick geben.

Die erste Tour hatte am 04.05.2019 das Hartenholmer Dorfmuseum zum Ziel. Die Leiterin, Gertrud Köck, führte 20 Gäste durch die liebevoll gestalteten Räume des Museums im Untergeschoss des Feierabend Wohnheims. Frau Köck ist das „historische Gewissen“ von Hartenholm und hat sicherlich das umfangreichste Wissen über die Geschichte der Gemeinde. Eine gute Voraussetzung, um die vielen Fragen der Teilnehmer zu beantworten. Das Dorfmuseum verfügt mittlerweile über ca. 600 Exponate, die von den Bürgern zusammengetragen wurden und einen breiten Überblick über das Leben in Hartenholm im 19. Und frühen 20. Jahrhundert geben. Beim abschließenden gemeinsamen Grillen im Dorfhaus gab es dann noch die Möglichkeit, bei der Betrachtung eines großformatigen Bildbandes, mit über 200 historischer Aufnahmen von Hartenholm, das vorher Gehörte zu vertiefen.

Die zweite Tour am 29.06.2019 hatte das Waldgut Hartenholm, das eng mit der Geschichte Hartenholms verbunden ist, zum Ziel. Ca. dreißig interessierte Bürger hatten sich mit ihren Fahrrädern auf der Festwiese eingefunden. Die Führung dieser Tour hatten die Besitzer des Waldgutes, das Ehepaar Hans-Burkhard und Birgit Fallmeier, übernommen. Zum Auftakt ging es per Fahrrad in das große Waldgebiet, das zum Gut gehört. Der im Ort geläufige Name „100 Tonnen“ umfasst dabei nur einen Teil des Gutsforstes. An verschiedenen „Bildern“ erläuterte das Ehepaar Fallmeier die vielfältigen Aspekte der modernen ökonomischen und ökologischen Forstwirtschaft. Da die Radtour durch den Forst bei schönstem Sonnenschein und Temperaturen nahe 30 Grad etwas schweißtreibend war, wurden etwas später die von den Gastgebern auf der Terrasse des Gutshauses bereitgestellten Erfrischungsgetränke gerne entgegengenommen. Mit schönem Blick auf die Parkanlage folgten die Teilnehmer den Ausführungen Hans-Burkhard Fallmeiers, der die sehr wechselhafte Geschichte des Gutshofes Hartenholm von Mitte des neunzehnten Jahrhunderts bis heute skizzierte. Früher wurde fast ausschließlich Landwirtschaft betrieben, was auf den mageren Böden häufig nicht erfolgreich war. Die Bewirtschaftung steht heute auf vier diversifizierten Säulen: Forstwirtschaft, Vermietungen, Brennholz Verkauf und den Betrieb des Ruheforstes. Bevor es zum abschließenden gemeinsamen Grillen auf den Gärtnerhof Büge ging, gab es im benachbarten Ruheforst noch Informatives zum Betrieb und zur Verwaltung der sehr schönen parkähnlichen Anlage.

Zur dritten und letzten Tour trafen sich am 24.08.2019 auf dem Parkplatz des Friedhofes ca. 20 Teilnehmer mit Fahrrädern. Meinert Schweim, der als Landwirt und Jäger bestens mit den landschaftlichen Gegebenheiten Hartenholms vertraut ist, führte die Gruppe in den südöstlichen Gemeindebereich, mit dem Ziel über die Gemeindegrenzen zu informieren und interessante Biotope zu zeigen. Wohl kaum einer der Teilnehmer hatte bei den ersten beiden Stopps an der Todesfelder Straße die beiden kleinen Biotope direkt an der Straße als Überreste von ehemaligen Sandkuhlen erkannt, die für den Bau der Todesfelder Straße (als Sandweg) angelegt wurden. Weiter ging die Tour zum Jägerweg in Voßhöhlen, der die Grenze zur Gemeinde Bark darstellt und an dessen Ende ein sehr schönes und bei fast allen Teilnehmern bisher unbekanntes Biotop zu besichtigen war. Mit vielen Informationen über Wege- und Bachverläufe ging es dann durch den Grünen Weg zum Hof Schweim im Bullenkloster, wo in schöner Natur am Teich eine Erfrischungspause eingelegt wurde und natürlich auch über die Herkunft des Namens „Bullenkloster“ aufgeklärt wurde. Die Rundtour endete, nach einem Abstecher zur Grenze mit Struvenhütten, am Sportplatz in Hartenholm, wo das obligatorische gemeinsame Abschlussgrillen stattfand.

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Teilnehmer von allen drei Touren begeistert waren und die Hoffnung zum Ausdruck gebracht haben, dass der Umwelt- und Wegeausschuss die Reihe im Jahr 2020 fortführt. Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle nochmals Gertrud Köck, Birgit und Hans-Burkhard Fallmeier und Meinert und Margret Schweim.