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Am Anfang ist alles schwer


In verschiedenen Arbeitsgruppen, aber auch in der Runde von 17 Gemeindevertretern und Ausschussmitgliedern wurde bei einem Workshop am Dorfentwicklungsplan gearbeitet. Foto: Petersen-Lund


In zahlreichen Kommunen des Kreises gibt es zurzeit Arbeitsgruppen und Bürgerworkshops zum Thema Dorfentwicklung. Die Kommunalpolitik nutzt damit die Instrumente der kommunalen Zukunftsplanung, die vom Land Schleswig-Holstein mit hoher Beteiligung der EU finanziell gefördert werden. Bei uns beschäftigt sich die Gemeindevertretung bereits mit der Fortschreibung des bestehenden Ortsentwicklungskonzeptes. 17 Kommunalpolitiker nahmen an einem Workshop im Kaltenkirchener Hotel Dreiklang teil, der von Ronald Büssing, dem Coach der Denk-Fabrik am See in Bordesholm geleitet wurde. Für ihn steht fest „Am Anfang ist alles schwer, bevor es leicht wird“. Dabei kennt Büssow nicht nur als Berater und Trainer die Problematik, sondern auch als ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Bordesholm.

Der Anfang in Richtung zielgerichtete Ortsentwicklung wurde hier in Hartenholm bereits 2013 unternommen und Grundlagen 2014 mit einer detaillierten repräsentativen Befragung der Einwohnerinnen und Einwohner gesammelt. Deren Spitzenprioritäten waren eindeutig. Sie ergab deutliche Voten für einen ländlichen und liebenswerten Ort mit einem harmonischen Miteinander. Das mündete in ein neues Logo für den Ort: „Hartenholm. Wald.Wiesen.Liebenswert“ . Der erste Teil des Ortsentwicklungskonzeptes wurde an ein Planungsbüro gegeben. Die Kosten von 12000 Euro wurden mit 9000 Euro bezuschusst. Konkrete Vorhaben wie Dachsanierung der Mehrzweckhalle, Bau eines neuen Feuerwehrhauses und einer Energiezentrale wurden konkretisiert, durchfinanziert und sind mit Hilfe von Fördergeldern aus verschiedenen Quellen angelaufen. Eine große Hilfe war dabei die Region Auenland.

Jetzt soll es weitergehen. Coach Büssow setzte für die Mitglieder der Gemeindevertretung und Ausschüsse verschiedene Kommunikationsmittel ein, um jeden Teilnehmer einzubinden. Dazu zählte auch, Visionen zu äußern. „Jedes Problem durchläuft bis zu seiner Anerkennung drei Stufen: in der ersten scheint es lächerlich, in der zweiten wird es bekämpft, in der dritten gilt es als selbstverständlich“, erläuterte er einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Das Erstellen eines Stärken-Schwächen-Profils mit dem Benennen von Chancen und Risiken gehörte auch dazu und verdeutlichte, dass der Ort mit zahlreichen Pfunden wuchern kann wie einer intakten Infrastruktur oder einem gesunden Wachstum.

In den verschiedenen Workshopteilen ging es um Eingrenzungen, wie der konkreten Benennung, welcher Zustand verändert werden soll und auch um den Beweggrund dafür. Die Suche nach Lösungsvorschlägen nahm einen breiten Raum ein mit der Sichtung von Vor- und Nachteilen und der Gewichtung verschiedener Varianten. Auch die Definition von Minimal- und Maximal-Zielen wurde eingebunden, um schließlich zu einem zustimmungsfähigen Vorschlag zu bekommen.

Das Wohnen im Alter, ein nachhaltiges Wachstum und die Weiterentwicklung zum grünen Dorf wurden von den Seminarteilnehmern überwiegend als ihre Vorstellungen für die Zukunft benannt. Dazu kam der Wunsch, die Infrastruktur zu erhalten und auszubauen sowie die eindeutige Aussage, Hartenholm sollte weiterhin ein Zuhause für Alle sein. Sehr positiv konnte Ronald Büssow verzeichnen, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich auch in Zukunft für ihre Heimatgemeinde einsetzen wollen.

Deshalb soll ein Zeit- und Maßnahmenplan in den Fraktionen und Ausschüssen, einer zeitigen Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu einer Einwohnerversammlung zügig umgesetzt werden. Den Hartenholmern soll dabei bereits ein Leitbild für die Zukunft der Gemeinde in den kommenden zehn bis 20 Jahren präsentiert werden. Als Fazit des Seminars betonte Bürgermeister Karl-Heinz Panten: „Sicherlich werden nicht alle aufgezeigten Lösungsmöglichkeiten umgesetzt werden können. Sie werden aber auf alle Fälle ein festes Gerüst für den weiteren Teil des Dorfentwicklungsplanes darstellen“.