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Schwere Straftat trübte das sportliche Festival


Auch Gastronom Carsten Schroedter beteiligte sich mit seinem liebevoll gepflegten Oldie an der Schau der unterschiedlichsten Fahrzeuge beim diesjährigen Werner Rennen. Foto: HOHA Hanseatic


„Gib Gummi“, dieser Aufforderung wurde beim diesjährigen Werner Rennen besonders gern gefolgt. Die Bilder von Gemeindevertreterin Jenna Timm zeigen, dass das auf der Rennstrecke auch sichtbare Folgen hinterließ. Auf dem Festivalgelände nördlich der Bundesstraße gab es zwar auch in diesem Jahr Musik vielfältigster Art, aber die Hauptrolle spielten Fahrzeuge von einem bis mehrere hundert Pferdestärken. Ein Autoscooter auf Rädern, das superschnelle Kindercabrio, Motorräder aller Klassen oder Autos von Rennwagen bis Oldie tummelten sich auf den verschiedenen Strecken. So war unter anderem Carsten Schroedter mit seinem gepflegten Oldie beim Schaufahren auf der Strecke. Dem Publikum gefiel es. Rund 30.000 Besucher nutzten das 120 Hektar große Campinggelände mit Toiletten, Waschplätzen und Duscheinheiten. Zusätzlich kamen rund 15.000 Tagesgäste an den vier Veranstaltungstagen auf die Flugplatzfläche.

Getrübt wurde die Veranstaltung vom Bekanntwerden einer schweren Straftat. Zwei Männer hatten eine junge Frau vergewaltigt. Die Polizei sucht mit Bildern nach den Tätern. Insgesamt zogen Polizei und Feuerwehren davon abgesehen ein recht positives Fazit über die Zahl der Einsätze. Unverhältnismäßig gering war nach Aussage des Veranstalters die Anzahl der Verletzungen auf den Strecken. Das bestätigte Stefan Denschstädt vom RKiSH (Rettungsdienst Kooperation in Schleswig-Holstein). Kritikpunkt mancher Tagesgäste: Der sehr weite Fußweg von der Einlass-Stelle zum eigentlichen Festivalgelände. Ein zweiter Eingangspunkt dichter am eigentlichen Geschehen wurde vielfach geäußert.

„Gewonnen, weil wir gute Handwerker sind“, jubelte Werner Rennen Sieger Andi Feldmann und klopfte seinem Chefschrauber Jörg auf die Schultern. Mit 9,312 Sekunden und 110,23 km/h in der Spitze raste sein selbstgeschraubter Rennwagen V8 Hot Rod Koslovsky von 1932 über die Achtelmeile (201,17 m) und ließ Herausforderer Konny Reimann mit über einer Sekunde Abstand hinter sich. Riesenspaß machte das Verlieren: Beherzt panierte sich Kultauswanderer Konny mit Flachköpper im Schlammbecken, während Andi Feldmann einen goldenen Siegergurt vom Bruder Rötger entgegennahm.

Auf fünf professionell konzipierten Rennstrecken boten sich atemberaubende Shows von Dragster-Fahrten, MotoCross mit durch die Luft fliegenden Enduros, Stockcar-Rennen auf dem Flat Track bis hin zu Traktor-Pulling auf dem Fun Track. Allein bei den großen Unicycle-Races nahmen die Weltmeister der letzten 15 Jahre teil.

Bastian Ohrtmann, Projektleitung vom Veranstalter HOHA Hanseatic sagte zum Rennausgang am dritten Tag seines Festivals: „Ich bin sehr zufrieden, beim Rennen ist nichts ist kaputt gegangen, keiner ist verletzt – das ist das Wichtigste!“ Mit dazu beigetragen hat auch das Team von Ali Mansouri, der mit einer mobilen Kfz-Werkstatt vor Ort war. Schon vor dem Festival hatte er sich mit 800 Altreifen an der Absicherung der Stock-Car-Strecke beteiligt und ausrangierte Mofas gesammelt für den Weitwurf-Wettbewerb. Und Ali Mansouri saß auch beim Drag Race am Steuer mit einem 300 PS-Diesel-Automatikwagen.

Wie schon im vergangenen Jahr, als Werner-Erfinder Rötger Feldmann nach 30 Jahren Pause erfolgreich gegen Kumpel Holgi Henze eine Revanche ausfuhr, beeindruckte das Werner Rennen 2019 mit seiner fröhlichen Stimmung und zeigt das Beste am Norden: Motorsport vom Feinsten auf fünf Rennstrecken, große Musikspektakel auf drei Bühnen von Scooter, Kim Wilde, The BossHoss bis Böhse Onkelz – und dem Musikzug der Hartenholmer Feuerwehr unter Leitung von Claus Popp.