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Ist das Kunst, oder kann das weg?


Foto: Panten


Der Buchtitel „Ist das Kunst, oder kann das weg?“ von Christian Saehrendt und Steen T. Kittl ist mittlerweile zu einem bekannten Ausspruch geworden. Putzfrauen in Museen, Mütter in den Zimmern ihrer Kinder und auch Mitarbeiter von Entsorgungsunternehmen haben es nicht immer leicht, moderne Kunst von Krempel zu unterscheiden.

Ein sehenswertes, aber auf keinen Fall nachahmenswertes Beispiel war unser Containerplatz am Timm-Schott-Weg. Da die beiden Glascontainer augenscheinlich gut gefüllt waren, stellten Nutzer eine Vielzahl leerer Flaschen einfach darauf und daneben ab. Es war wohl eine gelungene Feier gewesen, die dieser Aktion vorausgegangen war. Denn die vielen Flaschen gleicher Herkunft zeugten davon, dass bei einer Party Weiß- und Rotwein sowie Hochprozentiges gern getrunken wurden. Anstatt die Kartons mit den leeren Flaschen angesichts der gefüllten Container wieder mit nach Hause zu nehmen, wurden die leeren Gefäße verschiedener Farben einzeln zu einer Art Kunstwerk zusammengefügt und rahmten die Container tagelang großflächig ein. Die Entsorgungsfirma hielt das Werk bestimmt nicht für ein gelungenes. Die Mitarbeiter mussten alle Flaschen erst einmal einsammeln, bevor sie die Container leeren konnten.

Diese Art und Weise der Mülltrennung ist nicht das Miteinander in einer Gemeinde, die Freu(n)de macht. Das gilt gleichfalls für Papiercontainer, an denen Kartonagen oder Zeitungsstapel einfach abgelegt werden, wenn sie nicht mehr befüllt werden können.