Sie verwendeten einenveraltetenBrowser. Bitte führen Sie für ein besseres Surf-Erlebnis einUpgradeaus.
JavaScript scheint momentan in Ihren Browsereinstellungen deaktiviert zu sein.
Bitte nehmen Sie eine Änderung dieser Einstellung vor und laden Sie die Webseite neu, um deren volle Funktionalität zu ermöglichen.

Artikel Detail

Dienstantritt für drei Frauen


Anika Gerstengarbe (vorn rechts), Marten Krayenborg, Finja Oldenburg und Mirja Krayenborg wurden von Maxim Wolff und dem scheidenden stellvertretenden Wehrführer Wilfried Paap aus der Jugend- in die aktive Feuerwehr übernommen. Foto: Panten


„Warum gibt es eigentlich keine Frauen in der Feuerwehr?“ hatte der jetzige Bürgermeister Karl-Heinz Panten bereits vor fünf Jahren beim 125-jährigen Jubiläum der Gemeindewehr gefragt. Eine einleuchtende Antwort gab es nicht. Fünf weitere Jahre hat es gedauert, dass die Freiwillige Feuerwehr Hartenholm lediglich Männer in ihren Reihen hatte. Ab jetzt gibt es auch Frauen in der Gemeindewehr. Bei der Versammlung in Gerths Gasthof in Struvenhütten wurden gleich drei junge Damen aus der Jugendwehr in die aktive Gruppe aufgenommen. Stolz nahmen Mirja Krayenborg, Anika Gerstengarbe und Finja Oldenburg zusammen mit ihrem Kollegen Marten Krayenborg die neuen Schulterstücke für ihre Uniform in Empfang. „Ich weiß, dass Ihr Euren Dienst genauso zuverlässig und diszipliniert ausüben werdet, wie alle anderen Kameraden auch“, betonte Bürgermeister Karl-Heinz Panten in seinen Grußworten.

Auszubildende Mirja Krayenborg, die bisherige Gruppenleiterin der Jugendwehr, betonte im Gespräch, dass sie als Kameradin gesehen werden möchte, nicht als Frau. Die Schülerinnen Anika Gerstengarbe und Finja Oldenburg freuen sich darauf, anderen Menschen helfen zu können. Beide stellen auch den Wert der Kameradschaft und das soziale Miteinander in den Mittelpunkt ihrer künftigen Tätigkeit. „Das wird eine spannende und aufregende Zeit“, betonte Finja.

Mit den vier Youngstern wächst die Stärke der Wehr auf 43 Blauröcke. Für diese sorgt die Gemeinde zurzeit mit zahlreichen Investitionen. Im vergangenen Jahr war ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 20 für 320000 Euro in den Dienst gestellt worden, die Ausschreibungen für ein neues Feuerwehrgerätehaus für 1,4 Millionen Euro im Gewerbegebiet laufen. „Wir versuchen, das engagierte Wirken unserer Wehr positiv zu begleiten“, sicherte Bürgermeister Panten zu. Er weiß, dass der nächste Wunsch schon auf dem Plan steht, ein neues HLF 20, ein Löschgruppenfahrzeug.

Als „wirklich wildes Jahr“, bezeichnete Wehrführer Maxim Wolff das vergangene und gab zu, dass „wir uns nicht immer so lieb gehabt haben wie sonst“. Auf sein Wahlergebnis bei der Wiederwahl hatte das keine negativen Auswirkungen. Mit 33 Ja wurde er bei drei Enthaltungen und einem Nein nach sechs Jahren im Amt bestätigt. Sein bisheriger Stellvertreter Wilfried Paap verzichtete freiwillig auf sein Amt. „Er möchte lieber wieder Schläuche rollen und das neue Auto fahren“, scherzte Wolff über seinen Partner. Auf Vorschlag wurde Christopher Bortz gewählt und anschließend von Kreisvorstandsmitglied Thorsten Küpers zum Brandmeister befördert. Dennis Selinsky als Gruppenführer der Gruppe I und Sven Bock als Stellvertreter der Gruppe II wurden ebenso in offener Abstimmung gewählt wie Atemschutzgerätewart Gerd Büge und Funkwart Daven Scharmacher.

Zu den 58 Einsätzen, die im vergangenen Jahr bewältigt wurden, zählten drei Groß- und 13 mittlere Feuer, sechs Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen, Wald- und Flächenbrände, Hilfeleistungen und auch zwei Türöffnungen, um Menschenleben zu retten. Und dann gab es auch die Teilnahme am Werner-Rennen, bei dem etliche Kameraden Dienst leisteten. „Wir sind auch in diesem Jahr wieder dabei, auch wenn das Hartenholmer Gebiet nicht betroffen ist“, betonte Maxim Wolff. Ende August wird die Großveranstaltung nur nördlich der B206 rund um das Flugplatzgelände ausgetragen.

Eindrucksvolle Berichte gab es von Meinert Schweim über den Musikzug, Kai Oldenburg über die Arbeit der Jugendwehr und Gerätewart Ivo Brandt. Er und seine Crew haben 950 Stunden investiert, um Fahrzeuge und Geräte in Ordnung zu halten. 12000 Kilometer waren von den Einsatzwagen zurückgelegt worden, mehr als das Doppelte des Vorjahres. Und der Kamerad Karl Huber habe die „Bestimmung seines Lebens“ gefunden - als neuer Zeugwart der Gruppe.

Befördert wurden Felix Schroeder und Dennis Selinsky zu Hauptfeuerwehrmännern. Ausgezeichnet für 20 Jahre Mitgliedschaft Nils Sörensen und für fünf Jahrzehnte in der Feuerwehr Dieter Ziel, der der Ehrenabteilung der Feuerwehr angehört.