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Anerkennung für die fleißigen Bienen


Mit Schwung startet der neue Landfrauenvorstand in die Arbeit. Aktiv sind Rita Oldenburg (von links), Gaby Thomsen, Maren Schümann, Tamara Wiemer, Ellen Möller, Ute Hartmann und Christa Reichow. Foto: Panten


Staunen und Anerkennung für die fleißigen Bienen gab es von 65 Landfrauen, die im Dorfhaus zu ihrem Frauenfrühstück zusammengekommen waren. Neben einem eindrucksvollen Buffet mit vielen selbst gefertigten Leckereien und Liedern des Vereins-Chores „Sing for Fun“ unter der Leitung von Eva-Christine Lampe gab es jede Menge Informationen über die Biene, das Wappentier der Landfrauenvereine. Inke Studt-Jürs aus Weede, die dritte Vorsitzende der Kreislandfrauen, ist Bienenbotschafterin. Ihr Ehemann ist Hobbyimker und als seine Helferin hat sie sich in Lehrgängen und Seminaren zu dem Thema fortgebildet, das ihr besonders am Herzen liegt. Ihr Schwerpunkt sind die Wildbienen, deren Lebensraum auch in Schleswig-Holstein immer weiter begrenzt wird. Fast die Hälfte aller 296 Wildbienen und 30 Hummelarten sind vom Aussterben gefährdet.

Furchenbiene, Ackerhummel, Mauerbienen oder Streifen-Pelzbienen stellte sie den Landfrauen vor und betonte, dass die Bestäubungsleistungen der Wildbienen in Deutschland einen Gegenwert von 4 Milliarden Euro ausmache. Damit sei die Biene nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier im Land. Als beeindruckende Zahl staunten die Landfrauen über 2500 Blüten, die eine Arbeitsbiene pro Tag anfliege. Eine in Gewächshäusern tätige Mauerbiene schaffe sogar die doppelte Zahl. „Es sind schlaue und fleißige Tiere, ein Wunder von Natur und Evolution“, betonte Inke Studt-Jürs.

Sie zeigte anhand von Beispielen aus China auf, dass dort in manchen Regionen die Obstbäume bereits von Hand bestäubt werden müssen. Ohne diesen Aufwand könne dort nicht geerntet werden. Durch zu viel landwirtschaftlich eingesetzte Chemiestoffe würden Insekten aussterben. In Deutschland sei Sachsen-Anhalt das Bundesland mit der höchsten Gefährdung. Hahnenfußbiene, Weiden-Sandbiene oder gehörnte Mauerbienen gelte es zu hegen. Jeder einzelne Garten- oder Balkonbesitzer könne dazu beitragen mit dem Aussähen oder Setzen bienenfreundlicher Blumensorten wie Scilla oder Schneeglöckchen, das Anpflanzen besonderer Sträucher und Bäume wie Schlehe, Weißdorn Felsenbirne oder Kirsche und das Anlegen von Brutplätzen.

Dazu zählen liegengelassenes Totholz ebenso wie nicht abgeschnittene Pflanzenstängel oder auch Insektenhotels. Dazu sollte man sich beraten lassen. „Es muss im Garten nicht alles aufgeräumt sein und der Rasen nicht aussehen wie ein Golfplatz“, empfahl die Referentin. Sie gab ihren Zuhörerinnen noch einige Tipps auf den Weg, wie mit Kindern aus ausgedienten Konservendosen und auf Länge geschnittenen Bambushalmen oder mit angebohrten Steinen ein Nistangebot für die Bienenköniginnen, ihre Arbeitsbienen, die Drohnen und den Nachwuchs angelegt werden könne.

Inke Studt-Jürs aus Weede referierte beim Landfrauenfrühstück über das Leben der Wildbienen.