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Eintrittskarte für Fördergelder


Das Hartenholmer Feuerwehrgerätehaus (vorne) wird im Gewerbegebiet neu gebaut. Die frei werdenden Räume sollen zur Energiezentrale werden, die auch das Dorfhaus und die Mehrzweckhalle ebenso wie bei genügend Interesse das umliegende Quartier mit Fernwärme versorgen soll. Foto: Panten


„Ein Ortsentwicklungskonzept ist die Eintrittskarte, um an europäische Fördergelder zu kommen“, betonte Bürgermeister Hans-Burkhard Fallmeier (CDU) während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung im Dorfhaus. Deshalb folgten die Fraktionen seiner Partei, der SPD und der Wählergemeinschaft mit schneller Einstimmigkeit seinem Vorschlag, rasch eine Ausschreibung für Planungsbüros auf den Weg zu bringen. Ein anerkennendes Pfeifen ging durch die Reihe der Gemeindevertreter bei Fallmeiers Ankündigung, dass für die geschätzten Planungskosten von 12 000 Euro bereits eine Förderungssumme von 9 000 Euro zugesagt wurde.

Ziel des Ortsentwicklungsplanes ist es, die im vorangegangenen Quartierskonzept festgelegten Ziele zu erreichen: Reduzierung der Energiekosten nicht nur für die öffentlichen Gebäude und die Sanierung oder den Neubau einiger in die Jahre gekommener Gebäude rund um das Sportgelände. Unter anderem wird in diesem Jahr das für Leckagen anfällige Dach der Gerhard-Lawerentz-Mehrzweckhalle für 170 000 Euro als erste Maßnahme saniert. Auch dazu hatte Hans-Burkhard Fallmeier eine gute Botschaft für Gemeindevertreter und anwesende Bürger mitgebracht. 50 000 Euro soll es dazu vom Auenland an Zuschüssen geben.

Der Bürgermeister berichtete von einem Gespräch mit dem Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume sowie der Region Auenland in Itzehoe. Mit den Gesprächsteilnehmern der Behörden war Hartenholms Bürgermeister die anstehenden Projekte im Ort durchgegangen, um die verschiedenen Fördermöglichkeiten zu erkunden. Angefangen von einer 2014 durchgeführten Dorfbefragung über das Quartiersprojekt mit Energiezentrale sowie das daraus folgende Sanierungsmanagement mit Flächen- und Bevölkerungsentwicklung stehen als weitere Vorhaben der Bau einer zentralen Wärmeversorgung mittels einer Energiezentrale im freiwerdenden Feuerwehrgerätehaus, Bau oder Renovierung des Sportlerheimes sowie der Ersatz für den bisherigen Jugendraum im Container an. Die Umsetzung der Vorhaben soll bis 2022 erfolgen.

Der Bau eines Feuerwehrgerätehauses mit Mehrzweckraum im neuen Gewerbegebiet für etwa 1,3 Millionen Euro soll noch in diesem Jahr beginnen. Für die Energiezentrale im freiwerdenden Gebäude, an die auch Privathäuser im Quartier rund um den Timm-Schott-Weg in einem zweiten Schritt bei genügend Interesse und nach Gründung einer Genossenschaft anschließen können, werden 370 000 Euro kalkuliert, für das Sportlerheim 550 000 Euro. Die Finanzprognosen von Amtskämmerin Dagmar Haurand geben aufgrund der guten Rahmenbedingungen dieses Großprogramm her. Auch für die kommenden Jahre rechnet sie für Hartenholm mit Haushaltsüberschüssen. „Wenn es uns gelingt, für alle Bauvorhaben Zuwendungen zu erhalten und diese Vorhaben in den kommenden Jahren abzuschließen, dann ist Hartenholm gerüstet für die Zukunft“, betonte Bürgermeister Fallmeier. Er möchte damit der neuen Gemeindevertretung, der er nicht mehr angehören will, ein gut bestelltes Feld hinterlassen.