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Herausragendes Ehrenamt


Bürgermeister Hans-Burkhard Fallmeier zeichnete Kai Oldenburg mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr aus. Foto: Panten


„Was wäre ein Dorf ohne Feuerwehr?“ Seine Frage beantwortete Amtsvorsteher Klaus Brakel aus Nützen gleich doppelt während der 129. Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hartenholm. Im Gasthof Zur Linde trat er selbst in der blauen Uniform auf und betonte, dass der ehrenamtliche Einsatz für das Allgemeinwohl herausragend sei. Und da die Klänge des örtlichen Feuerwehrmusikzuges unter der Leitung von Claus Popp für ihn immer der erste kulturelle Höhepunkt des Jahres seien, werde ihm auch vor den Anforderungen des Werner-Rennens Ende August nicht bange. „Dat löpt sich all’ns torecht“, betonte Brakel.

Wehrführer Maxim Wolff und seine 40 Aktiven hörten so viel Lob gern. Und für die Blauröcke, noch alles Männer, setzte sich diese Anerkennung im Laufe des Abends durch Ehrungen und Auszeichnungen fort. So hob Bürgermeister Hans-Burkhard Fallmeier die Leistung Kai Oldenburgs hervor, der die Jugendwehr mit jetzt 16 Mitgliedern leitet und mit weiteren Kameraden ausbildet. „Im nächsten Jahr wechseln bereits die ersten jungen Leute in die aktive Wehr“, sagte Fallmeier. Dann wird es auch die erste Frau in Hartenholms Feuerwehr geben.

Neben den aktiven Feuerwehrmännern gehören 7 Mitglieder der Ehrenabteilung dazu. Vier von ihnen waren zur Versammlung gekommen, darunter der gerade 90 Jahre alte gewordene Siegfried Kenner, der früher im Feuerwehrmusikzug das Schlagzeug spielte. 22 Musiker sowie mehr als 150 fördernde Mitglieder zählen zudem zu der Freiwilligen Feuerwehr.

Gerätewart Ivo Brandt nannte 800 Stunden Dienst bei 48 Treffen für sein Team. „An einem Dienstabend konnten wir nicht, da hat es gebrannt“, merkte er trocken an zu den Leistungen seiner acht Helfer umfassenden Gruppe. Trotz dieses hohen Einsatzes schaffte er es noch, die erforderlichen Schulungen zu absolvieren und wurde zum Löschmeister befördert. Die Wehr selbst absolvierte laut Maxim Wolff 63 Einsätze vom kleinen über mittlere Feuer, technische Hilfeleistungen über eine Türöffnung bis hin zur großen Einsatzübung an der Schmalfelder Schule.

Getoppt wurde diese Zahl noch von Meinert Schweim, den Leiter der 22 Musiker. 49 Übungsabende, 32 öffentliche sowie neun private Konzerte sorgten für volle Terminkalender. Dieser Einsatz nach Noten ist für die nächsten Monate noch einmal gefordert: die Musikerinnen und Musiker werden zur Eröffnung des Werner-Rennens ebenso spielen wie im Biergarten dort und auch beim eigentlichen Rennen. Ebenso wie ihre aktiven Kameraden, auch aus dem umliegenden Orten über Einsatzplänen brüten werden, so wollen sich die Bläser und Schlagzeuger mit Partituren für fetzige Rhythmen auseinandersetzen.

Mit einem breiten Lachen im Gesicht und einer Träne im Auge wurde der 67-jährige Karl Huber aus dem aktiven Dienst verabschiedet. „Obwohl wir dich gar nicht gehen lassen wollen“, betonte Wehrführer Wolff. Vorher beförderte er seinen beliebten Kameraden noch zum Löschmeister. Von den Kameraden gab es einen Präsentkorb, unter anderem mit einem Helm, auf dem sie unterschrieben hatten.

Weitere Beförderungen: Frank Zabel (Feuerwehrmann), Folkert Petersen, René Bernklau, Jonas und Lukas Locklair (alle Oberfeuerwehrmann), Niklas Voß, Dennis Selinsky, Lasse Haberkorn (Hauptfeuerwehrmann), Felix Schroeder, Bernd Haberkorn (Hauptfeuerwehrmann mit drei Sternen). Aktiv seit 10 Jahren in der Wehr oder beim Musikzug sind dabei: Christopher Botz, Lars Möller, Andreas Ahrens, Rainer Buschwitz. 25 Jahre: Björn Daniel, Bernd Schiller und Claudia Popp sowie Kai Oldenburg, der von Bürgermeister Fallmeier das Brandschutzehrenzeichen in Silber erhielt. Carsten Schweim musiziert seit 30 Jahren. Holger Böge ist seit 40 Jahren in der Wehr aktiv und wird zu einem späteren Zeitpunkt geehrt, da er nicht anwesend sein konnte.