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Archiv Gemeinde

Erneute Wolfssichtung in Hartenholm


Foto: NaBu - Naturschutzbund Deutschland


Der Wolf galt in Deutschland seit Anfang des 20. Jahrhunderts als ausgerottet. Seit einigen Jahren erobern sich die Tiere ihren ursprünglichen Lebensraum zurück – auch in Schleswig-Holstein. „Wölfe sind dabei äußerst anpassungsfähig und nicht auf unberührte Wildnis angewiesen, sie kommen in unserer Kulturlandschaft gut zurecht“, so der NaBu.

Am Morgen des dritten Advents ist es zum zweiten Mal binnen eines Monats zu einer Begegnung mit einem Wolf gekommen. Im Waldstück hinter der Emmaus-Kirche näherte sich ein Wolf einer Spaziergängerin mit Hund bis auf 30m und ließ sich auch durch Rufe nicht vertreiben. Erst als eine Reiterin direkt auf den Wolf zuritt hat dieser Reißaus genommen. Bereits Mitte November war es in der Hofstraße in der Nähe der Sandkuhle zu einer ähnlichen Situation gekommen. Beide Begegnungen zwischen Mensch und Tier ereigneten sich somit direkt am Ortsrand von Hartenholm.

Es ist jetzt an uns Voraussetzungen zu schaffen, um ein möglichst konfliktarmes Miteinander von Wolf und Mensch zu ermöglichen. Bekanntermaßen ist die Beziehung des Menschen zum Wolf in unserem Kulturkreis oft von Skepsis über Misstrauen bis hin zur Angst geprägt. Wir möchten mit diesem Beitrag keine Panik verbreiten, möchten die Bevölkerung aber zumindest informieren und darauf hinweisen, dass insbesondere Spaziergänger mit Hund für den Wolf von Interesse seien könnten. Der Wolf interessiert sich dabei in ersten Linie für den Vierbeiner, da die Paarungszeit kurz bevor steht. Wie auch in anderen Landesteilen lässt sich im aktuellen Fall feststellen, dass die Scheu gegenüber dem Menschen abzunehmen scheint und die Fluchtdistanz dadurch immer geringer wird.

Wölfe sind in der Regel sehr scheu und flüchten meistens, gerade wenn Sie die Anwesenheit oder das Herannahen von Menschen bemerken. Für den seltenen Fall, dass man doch bei einem Spaziergang, beim Joggen oder Radfahren einen Wolf sehen oder auf einen treffen sollte, gilt es die nachfolgenden Verhaltensregeln zu beachten:

  • Verhalten Sie sich ruhig und geben Sie dem Wolf die Möglichkeit, sich zurückzuziehen.
  • Wollen Sie den Wolf auf sich aufmerksam machen oder ihn vertreiben, klatschen Sie laut in die Hände, winken Sie mit den Armen und sprechen Sie ihn laut an.
  • Wenn Ihnen die Situation nicht geheuer ist, nicht schnell weglaufen. Gehen Sie langsam rückwärts und vergrößern somit den Abstand zwischen Ihnen und dem Wolf.
  • Sollte der Wolf Ihnen wider Erwarten folgen (was bei Jungtieren, die wie junge Hunde oft neugierig sind, manchmal passieren kann), bleiben Sie stehen und schreien Sie ihn an.
  • Leinen Sie Ihren Hund an. Wölfe können auf freilaufende Hunde aggressiv reagieren. Vorsicht gilt ebenfalls beim Einsatz von Jagdhunden.
  • Wölfe sind Wildtiere. Versuchen Sie auf keinen Fall, einen Wolf anzufassen oder zu streicheln.

Jeder der den Wolf sieht, sollte dieses umgehend an Hans-Burkhard Fallmeier (0172-4121256) oder Jens Krayenborg (0160-3566675) melden. Diese stehen in Kontakt mit den zuständigen Wolfsbetreuern im Kreis und geben die Information direkt weiter.