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Robinienhof

Hilfe für Geflüchtete ungebrochen

Der Robinienhof an der Mühlenstraße ist ein ehemaliges, lange leer stehendes Altenheim, das vom Amt Kaltenkirchen-Land zur Unterbringung von Flüchtlingen angemietet wurde. Nach einigen Renovierungsarbeiten wurde es im März 2015 mit Platz für 30 Bewohner eröffnet. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle war es voll belegt. Überwiegend allein gekommene Männer aus Syrien, Jemen, Irak und Albanien wohnten in dem Gebäude. Für ein Ehepaar aus Armenien konnte eine Wohnung angemietet werden.

Ein Helferkreis unter der Leitung des Sozialausschussvorsitzenden Karl-Heinz Panten hatte sich schon vor dem Einzug der ersten Migranten gebildet. Rund 30 Männer und Frauen stellten sich zur Verfügung, um den Neuankömmlingen zur Seite zu stehen. Eine Kleiderkammer wurde eingerichtet, erste Sprachkenntnisse privat vermittelt, zusammen gekocht, Behörden- und Arztbesuche begleitet sowie Einkaufsfahrten unternommen.

Mittlerweile (Stand November 2016) hat sich viel verändert. Die Bewohner aus Albanien sind freiwillig in ihr Heimatland zurückgegangen. Einige von ihnen haben hier Arbeit gefunden und warten nun in Albanien auf ein Arbeitsvisum, um diese Arbeitsstellen anzutreten. Die meisten der Geflüchteten aus Syrien haben eine Anerkennung erhalten, einige konnten bereits ihre Familien nachkommen lassen. Sie sind in Nachbardörfern und in Hartenholm in eigene Wohnungen gezogen. Andere sind innerhalb des Landes umgezogen zu Verwandten oder Freunden.

Zwei syrische Familien mit insgesamt acht Kindern leben aktuell noch im Robinienhof, dazu elf Bewohner aus Syrien, Irak und dem Jemen sowie ein allein reisender minderjähriger Syrer, für den eine private Vormundschaft im Dorf übernommen wurde.

Alle Geflüchteten konnten in Sprach- und Integrationskurse bei verschiedenen Anbietern vermittelt werden, die Kinder gehen in den Kindergarten oder die Schule. Sie werden zuerst in sogenannten DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) in Kaltenkirchen oder Bad Bramstedt unterrichtet und kommen dann in die entsprechenden Klassen der Grundschule oder weiterführenden Schulen. Weiterhin stehen gut 20 Freiwillige zur Verfügung, die sich um die Beschaffung von Kleidung, Haushaltsgegenständen, Spielzeug oder Möbel ebenso kümmern wie um die Suche nach geeigneten Wohnungen für die Familien. Die Helfer kümmern sich um notwendige Arzt- oder Krankenhausbesuche, sind zusammen mit den beiden im Amt angestellten Flüchtlingsberatern behilflich bei Besuchen im Jobcenter oder bei Behörden. Auch gibt es noch immer private Lernangebote für Deutsch. Mittlerweile können nahezu alle Geflüchtete die Sprache teilweise verstehen und sprechen.

Die Geflüchteten gehören bei uns zum Dorfbild und integrieren sich durch die Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen der Gemeinde. Die Bereitschaft der Hartenholmer, ihnen durch Geld- oder Sachspenden zu helfen ist ungebrochen. Entsprechende Aufrufe über die Homepage der Gemeinde oder Aushänge haben überwiegend Erfolg. So können auch die Familien, die aus dem Robinienhof in eigene Wohnungen umziehen, mit dem Nötigsten versorgt werden.

Weiterhin ist ein Spendenkonto eingerichtet beim Amt Kaltenkirchen-Land, Konto Kaltenkirchener Bank, DE 69 2006 9125 0000 1070 18, Stichwort Spende Asylsuchende Hartenholm. Wer helfen möchte, kann sich unter Telefon 613 an Karl-Heinz Panten wenden.